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2010: Internationales Jahr der Biodiversität
 
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Flora

Die Flora des Parks ist so reich und interessant, dass sie schon immer einen Forschungsgegenstand ist.
Insgesamt ist es möglich, ungefähr 2.000 höhere Pflanzenarten aufzulisten, ohne die Moose, die Flechten, die Algen und die Pilze zu berücksichtigen.
Unter den Blumenarten sticht die Schwertlilie (Iris Marsica) hervor, ein Endemit, welches nur in einige Ortschaften wächst, und zwischen Mai und Juni blüht.
Es gibt auch zahlreiche und bunte Orchideen, darunter stellt der Gelbe Frauenschuh (Cypripedium calceolus) die schönste, größte und seltenste Orchidee, die zwischen Mai und Juni in den verstecktesten Ecken blüht.
Eine weitere Seltenheit ist von der Schwarzkiefer (Pinus Nigra) von Villetta Barrea dargestellt, eine Reliktart aus dem Känozoikum: Es geht um eine exklusive Pflanzenart des Parks, welche sich nur in einigen Zonen der Gebiete namens Camosciara und Val Fondillo befinden. Unter den spontanen Koniferen finden wir auch die Bergkiefer (Pinus Mugo), ein Relikt aus der Eiszeit, welches den Strich zwischen dem Buchenwald und der Prärie besitzt, meistens im Gebiet von Camosciara.
Eine weitere Besonderheit ist von einer kleinen Gruppe von Hänge-Birken (Betula pendula) dargestellt, in einer Ortschaft von Barrea namens Coppo Oscuro. Es geht um eine Reliktart, welche typisch der Eiszeit und des Quartärs ist, und die kalte Vegetation bezeugt, die früher im Apennin vorherrschend war.

Doch ist die vorherrschende Landschaft des Parks von den Buchenwäldern dargestellt: Der wissenschaftliche Name dieser Pflanzenart ist Fagus sylvatica, und er erinnert an den spontanen Ursprung dieser Pflanzenart auf den Bergen Italiens, in den Apenninen, wo die Buchen schon vor etwa zehn Jahrhunderten anwesend waren. Die Buche ist der üblichste Baum des Parks, und im Allgemeinen wächst sie auf einer Höhe von 900 bis 1.800 Meter.
Die Buchenwälder besetzen mehr als 60% der ganzen Oberfläche de Parks, und sie beitragen dazu, eine reiche an Farben Landschaft zu errichten, welche je nach der Jahreszeit ändern.
Die Gestalt und die Größe der Buchen ändern je nach der Höhe, dem Alter und den Bedingungen von Fruchtbarkeit des Bodens. Die reichliche organische Auflage des Buchenwalds spielt eine wichtige Rolle als Wärmeregler: Im Sommer erhält sie den Boden feucht, um die Trocknung zu vermeiden, während im Winter schützt sie den Boden vor dem Frost. Außerdem, durch die von Insekten und Mikroorganismen verursachte Zersetzung, trägt die Auflage dazu bei, den Boden mit Humus zu bereichern. Von den Zweigen der Buchen hängen viele Büschel von Flechten der Gattung Usnea (Usnea florida), typisch im Apennin.
Es gibt unterschiedliche Art Buchen: Untersetzte und jahrhundertealte Exemplare, mit Baumkronen, die wie Kerzenhalter aussehen, oder hohe und wie große Kerzen aufrechte Bäume.
Wenn diese Bäume sprechen könnten, würden sie lange und strukturierte Geschichten erzählen, die die menschlichen unangenehmen Aktivitäten, mit vernunftwidrigen Fällen und Abholzungen als Protagonisten haben würden.
Die schwierigste Zeit für dieser Wälder war das sogenannte Wirtschaftswunder, als das industrielle Fällen die Übermacht hatte. Wegen der Anwendung neuerer Werkzeuge und Technologien, erlitten die Wälder eine gefährliche Zerstörung, welche keinen Vorteil für die örtlichen Bevölkerungen und für die Forstkultur darstellte.
Zwischen 1957 und 1967 wurden mehr als 650.000 Hochstämme gefällt. Von 1969, infolge von der Reorganisation der Körperschaft, sind alle Arten industrielles Fällens verboten worden, so dass eine echte Waldspekulation unterbunden wurde.
Nach Jahren von blinder Ausnutzung werden jetzt die Wälder des Parks säuberlich bewahrt, um sie zu ihrer ursprünglichen Struktur, wenn möglich, wieder zu bringen, und sowohl die Fauna - die ihre natürliche Gebiet wieder bekommt - als auch der Mensch - der die natürlichen Schönheiten wieder genießen kann - zu unterstützen.
Jenseits der Grenze der Wälder findet man den Alpen-Wacholder (Juniperus communis nana) und Reliktarten wie die Heidelbeere (Vaccinium myrtillus) und die Echte Bärentraube (Arctostaphylos uva-ursi), die die alte Anwesenheit einer oberen Schicht von Vegetation und Koniferen beweisen.
Die höhen Prärien - die zusammen mit Wiesen und Lichtungen mehr als 30% der Oberfläche besetzen - sind typisch des oberen Teils der Berge, und sie wachsen auf einer Höhe von 1.900 - 2.000 m. Hier besteht die Vegetation meistens aus unterschiedlichen Süßgräsern und Sauergrasgewächsen, und in der wärmen Jahreszeit auch aus dem gelben Enzian und vielen anderen Pflanzenarten: Enzianen, Primeln, Alpenveilchen, Windröschen, Lilien, Orchideen, Steinbrechgewächse, Hahnenfußgewächse, Waldmeister, Ragwurzen, Nieswurzen, Lebermoose.
Besonders auffällig sind die Feuerlilie (Lilium bulbiferum croceum), typisch in den sonnigen und trockenen Abhängen, der Türkenbund (Lilium martagon), der in den ziemlich spärlichen Buchenwälder wächst, die Balkanische Akelei (Aquilegia ottonis), reichlich in den Weiden und in den unbebauten Länder, die Gentiana dinarica und die marsikanische Schwertlilie.
Die bekanntesten Blume des Parks ist zweifellos der Gelbe Frauenschuh (Cypripedium calceolus), eine gelbe und schwarze Orchidee, welche sich im Herzen des Reservats befindet, und eine Reliktart der vergangenen Zeiten ist. Diese Pflanze, die auch in die Alpinen Ortschaften wächst, riskiert das Aussterben wegen ungezogener Touristen, welche diese Pflanzen pflücken: Es ist deshalb notwendig, sie angemessen zu schützen.

Iris marsicaIris marsicaAnacamptis pyramidalisCampanula persicifeliaScarpetta di venere (Cypripedium calceolus)
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